Landesverband der Pflegeeltern und Adoptivfamilien

Willkommen beim PFAD-Niedersachsen e.V.

dem Landesverband der Pflegeeltern und Adoptivfamilien in Niedersachsen!


Aktuelles:

Neue Informationen zur Arbeit des „Runden Tisches der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände“ zum Thema Vormundschaftsrecht finden Sie hier.


Intensiv haben wir uns mit dem Thema Pflegekinder – Trauma – Schule befasst. Weitere Informationen finden Sie hier.

Paritätischer Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V.

Familie für Pflegekinder? Eine gute Idee!

Familie für Pflegekinder? Eine gute Idee!

Pflegekinderdienste sind darauf angewiesen, eine Vielfalt Familie für Pflegekinderan Pflegefamilien bereitzustellen. Je größer der Pool an vorhandenen, gut vorbereiteten Pflegeeltern, desto eher lässt sich ein für das jeweilige Kind und seine Bedarfe zugeschnittenes Pflegearrangement finden, das ihm eine realistische Chance auf eine positive Entwicklung gibt.

Aufgabe der Pflegeeltern ist es, für alle Bedürfnisse der Kinder zu sorgen. Pflegekinder brauchen, was alle Kinder benötigen. Und noch einiges mehr. Weil sich in ihren Herkunftsfamilien Risikofaktoren konzentrieren, bringen die Kinder  lebensgeschichtliche Belastungen mit, die ihnen noch lange zu schaffen machen werden.

Typische Risikofaktoren sind chronische Geldsorgen, Bildungsarmut, intellektuelle oder psychische Beeinträchtigungen, Partnerschaftsprobleme und familiäre Gewalt, Suchterkrankungen und eigene lebensgeschichtliche Beeinträchtigungen der Eltern, die so  unglücklich zusammen kommen, dass sie die Fähigkeiten zur eigenen Lebensbewältigung und insbesondere zur Erziehungsfähigkeit einschränken. Oft haben diese komplexen Mehrfachbelastungen zu Kindeswohlgefährdungen geführt.

Frühe HilfenWenn auch Frühe Hilfen und ambulante Hilfen des Jugendamtes in der Familie nicht ausreichten, um die Erziehungsbedingungen nachhaltig zu verbessern, kann die Unterbringung in einer Pflegefamilie eine Lösung auf Zeit oder auf Dauer sein. Tatsächlich wachsen 9 von 10 Pflegekindern in ihren Pflegefamilien auf.

Pflegefamilien geben Kindern ein Zuhause. Sie trösten, versorgen, halten Kinder, die Zurückweisung und Schmerz erlebt haben. Alle diese Kinder bringen einen Rucksack voll ungewöhnlicher Vorerfahrungen mit, der ihre Pflegefamilie vor maximale Herausforderungen stellen wird.

Pflegefamilien unterstützen das Kind auch dabei, Kontakt zu seinen leiblichen Eltern und Geschwistern zu halten. Diese Kontakte sind oft sehr belastend – wenn sie aber gelingen, helfen sie dem Kind seine Geschichte zu verstehen und ein realistisches Bild seiner Eltern zu entwickeln.

Das ist seelische Schwerstarbeit. Das muss man wollen – aber das muss man auch können. Weil Pflegeeltern pädagogische Laien sind, wird ihre Eignung im Pflegekinderdienst systematisch überprüft. Dazu gehören ein Lebensbericht, erweiterte Führungszeugnisse und  ärztliche Bescheinigungen. Das Vorbereitungsverfahren wird als Einstieg in einen Prozess der Selbstreflexion und Fortbildung gestaltet und vermittelt in Qualifizierungskursen und Seminaren die erforderlichen Grundkenntnisse.

Als Schlüsselelemente erfolgreicher Pflegeelternschaft gelten Feinfühligkeit, nachhaltige Zuwendung, Vorhersehbarkeit, flexible Problemlösefähigkeit, Reflexivität und jede Menge Humor. Gebraucht werden Menschen, die geduldig, herzlich und offen sind und Belastungen standhalten können. Menschen, die sich einem Kind liebevoll zuwenden und ihm alters- und entwicklungsgerechte Grenzen setzen können.

Kinder mit mehrfacher Trennungserfahrung benötigen zukünftig gegenteilige Erfahrungen und zuverlässige Kontinuität, daher ist eine stabile Partnerschaft der Pflegeeltern bedeutsam. Als nicht wichtig hat sich hingegen gezeigt, ob die Pflegeeltern in einem Haus mit Garten oder einer Wohnung leben, ob sie in eheähnlicher Partnerschaft zusammen leben, verheiratet sind oder eine andere Lebensform gewählt haben. Was zählt ist, dass sie für ein bestimmtes Kind und dessen Herkunftsfamilie geeignet sind.

Quelle: Jugendamt Braunschweig – Susann Vollmer

Ziele und Tätigkeitsbereiche

Unsere Tätigkeitsbereiche

Wir…

…stellen das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt aller Bemühungen.

…möchten das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Lebenssituation von Pflege- und Adoptivfamilien wecken

…engagieren uns bundesweit aktiv in der AgendaPflegefamilien (www.agendapflegefamilien.de) im Sinne der Pflege- und Adoptivfamilien und unterstützen das Aktionsbündnis Praxis (www.aktionsbuendnis-praxis.de).

…haben gemeinsam mit dem Landesverband der Volkshochschulen den Vorbereitungslehrgang „Aus dem Nest gefallen“ (Grund- und Aufbaukurse) entwickelt mit dem Ziel, ein bedarfsgerechtes Vorbereitungsangebot für Pflege- und Adoptivfamilien sicher zu stellen.

…machen uns dafür stark, dass der im Gesetz verankerte Schutzauftrag (§8a SGB VIII) zum Wohle des Kindes umgesetzt wird.

…fördern und unterstützen die Schaffung von Netzwerken, die das Wissen und die  Kräfte von Pflege- und Adoptiveltern und der Organisationen der Jugendhilfe in Niedersachsen und auf Bundesebene erweitern.

…bieten zu verschiedenen Themen Seminare für Pflege- und Adoptivfamilien sowie andere Interessierte an, die von professionellen Referentendurchgeführt werden.

…fördern und unterstützen Projekte und Seminare der uns angeschlossenen Vereine und Gruppen.

…bieten konkrete, unbürokratische und individuelle Hilfsangebote für Pflege- und Adoptivfamilien an.

Pflegeelternverein – Ortsvereine

Pflegeelternverein – Ortsvereine

Der Pfad-Niedersachsen ist ein Zusammenschluss von Pflege- und Adoptivfamilien-Vereine und –gruppen sowie Einzelmitgliedern in Niedersachsen. Gemeinsam setzen wir uns auf Orts-, Landes- und Bundesebene für die Belange der Pflege- und Adoptivkinder und deren Familien ein.

Pfad-Niedersachsen ist Mitglied im Bundesverband „Agenda-Pflegefamilien“, der sich wiederum mit drei weiteren starken Bundesverbänden zum „Runden Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände“ zusammengeschlossen hat. Zusammen machen wir uns auf politischer Ebene stark im Adoptionskinderwesen und für die weitere Qualifizierung und Weiterentwicklung in der Pflegekinderhilfe.

Die unserem Landesverband angeschlossenen Ortsvereine und -gruppen erreichen Sie über folgende Ansprechpartner und/oder Links:

Apfel e. V.
Verein der Adoptiv-, Pflege- und
Tagespflegeeltern in Aurich
Grete Stedler
Wiesenser Weg 1
26629 Großefehn
info@apfel-ev.de
www.apfel-ev.de
DKSB OV Hannover e.V.
Deutscher Kinderschutzbund
Annette Menzel
Ricklinger Straße 5
30449 Hannover
info@dksb-hannover.de
www.dksb-hannover.de
DKSB OV Hildesheim e.V.
Deutscher Kinderschutzbund
Andrea Meyer
Ottostraße 77
31137 Hildesheim
info@dksb-hildesheim.de
www.dksb-hildesheim.de
Eltern helfen Eltern e. V.
Gemeinschaft für Pflege-und Adoptivfamilien
Stadt und Landkreis Lüneburg
Elisabeth Heemann
Am Graben 4
21339 Lüneburg
info@eltern-helfen-eltern.eu
www.eltern-helfen-eltern.eu
KÄNGO – Gemeinnützige GmbH
Hilfen zur Erziehung für Kinder,
Jugendliche und junge Erwachsene
Claudia Ahlers-Schade
Heiseder Straße 12
30519 Hannover
info@kaengo.de
www.kaengo.de
PAP e. V.
Pflege- und Adoptivfamilien Peine
Cornelia Bothe
Eichenstraße 21
31224 Peine
conny.bothe@freenet.de
Selbsthilfegruppe für Pflegeeltern
Landkreis Hameln – Pyrmont
Nina Lücke
Mühlenfeld 14
31863 Coppenbrügge
nina_luecke@gmx.de
Pflegefamiliengruppe Hannover 2006
Sabine Roß
Wülferoder Platz 5
30539 Hannover
casjamin@web.de

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